Knoten

Aus Jurtenland-Wiki
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Viele Knoten brauchst du nicht, um Kohte und Jurte aufzustellen. Ein paar wichtige Varianten, die du gut beherrschst, helfen dir dein Vorhaben schnell und sicher umzusetzen.

Die aus unserer Sicht sinnvollen, nützlichen und notwendigen Knoten sind folgende

Zimmermannsklang

Zimmermannsklang
Der Zimmermannsschlag

Als Beginn von Bünden und um Seile gut lösbar an einem Balken, an einem Baumstamm zu befestigen eignet sich der Zimmermannsklang.

Der Mastwurf

Mastwurf oder Webleinenstek
Der Mastwurf (auch Webleinenstek) ist als Knoten geeignet, um ein Seil an einem festen Gegenstand zu befestigen, er ist relativ leicht wieder zu öffnen und auch verhältnismäßig sicher, kann allerdings abrollen und sich so öffnen, wenn er einseitig belastet wird. Er wird auch verwendet, um Bünde an Holzstangen zu beginnen oder zu beenden. Der Mastwurf kann unter manchen Bedingungen auch verwendet werden, wenn beide Seilenden fixiert sind.

Den Mastwurf verwendest du auch als Anfang oder Ende von Bünden.

Knüpfen

Mastwurf binden
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, einen Mastwurf zu knüpfen: die gesteckte und die gelegte Variante. Welche praktischer ist, hängt dabei stark von der Situation ab. Bei der gesteckten Version (links im Bild) wird das lose Ende einmal komplett um den Gegenstand gelegt und kreuzt danach das stehende Ende. Nun wird es ein zweites Mal um den Gegenstand gelegt, aber diesmal unter der letzten Wicklung durch geschoben. Das lose und das laufende Ende liegen also parallel auf dem Gegenstand und die erste Wicklung diagonal darüber wie im dritten Bild zu sehen ist. Bild vier zeigt wie das lose Ende, wenn es nicht belastet wird mit einem halben Schlag gesichert werden kann um ein Abrollen des Knotens zu verhindern.

Der Mastwurf kann auch gelegt und anschließend über den Gegenstand geschoben werden, was natürlich nicht in allen Situationen möglich ist, dafür aber den Vorteil hat, dass mit zwei festen Enden gearbeitet werden kann. Zu diesem Zweck werden in das Seil zwei Augen nebeneinander gelegt, und zwar so dass das eine Seilende über und das andere unter dem Seilstück zwischen den beiden Augen liegt (Siehe zweites Bild). Diese beiden Augen werden nun übereinander gelegt, und zwar so, dass das untere Auge (das Auge dessen Seilende unter dem verbindenden Mittelstück liegt) oben liegt (Bild drei). Damit ist der Mastwurf auch schon fertig!

Hinweise

Der Mastwurf kann auch auf Slip gelegt werden, was häufig beim "belegen", also festmachen von Seilenden, verwendet wird. Der verwandte Halbmastwurf ist ein wichtiger Knoten für die Personensicherung.

Quelle: http://www.schlauesbuch.de/wiki/Mastwurf

Der Achterknoten

Der Achterknoten (Endacht)

Der Achterknoten findet z.B. Verwendung bei Abspannseilen mit Holzspanner. Diese knoten wir mit dem Achterknoten ein. Die Variante als Achterschlinge nehmen wir, um Seile an Kette / Karabiner anzuschlagen. Oder z.B. um die Kohte oben am Zweibein einzuhängen.

Die Achterschlinge

Die Achterschlinge

Die Achterschlinge funktioniert genauso, wie der Achterknoten, nur dass das Seilende doppelt genommen wird. Wir verwenden diesen Knoten bei den Abspannseilen und beim Seil zum Hochziehen des Jurtendach. Die Achterschlinge wird hier in den Karabiner der Jurtenspinne eingehängt.

Der Abspannknoten

Der Abspannknoten

Den Abspannknoten benötigst du, um Abspannseile ohne Seilspanner verwenden zu können.

Der Spierenstich

Der Spierenstich

Der Spierenstich eignet sich, um gleich dicke Seilende zu verbinden. Früher wurde dieser vorwiegend beim Bergsteigen zum Anseilen verwendet. Wir verwenden diesen Knoten zum Beispiel bei der Kohtenschlaufe

Der Weberknoten

Weberknoten
Der Weberknoten, auch Kreuzknoten genannt, dient dazu, zwei gleiche Seile miteinander zu verbinden.

Der gekreuzte Weberknoten

Schotstek
Der gekreuzte Weberknoten wird auch Schotstek genannt. Er dient dazu, zwei unterschiedliche Seile miteinander zu verbinden.