Wir lieben die Stürme

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Wir lieben die Stürme

Datei:Wir lieben die Stürme.jpg

Text & Mellodie Wilhelm Volk (1909-1994)
Urheberrecht
Melodie und Liedtext sind Gemeinfrei. Sie können beliebig vervielfältigt und weitergegeben werden.

Mehr dieser Lieder findest du in unserem JuLiBu.

Liederbücher
Codex 235
Bulibu I 266
Bulibu II x
Liederbock x
Schwarzer Adler x
Wandervogel ja


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Wir lie -- ben die Stür -- me, die brau -- sen -- den Wo -- gen,
der eis -- kal -- ten Win -- de _ rau -- hes Ge -- sicht. Fah -- ne nicht.
Hei -- jo, hei -- jo, hei -- jo, hei -- jo hei -- jo -- ho, hei -- jo, hei -- jo -- ho, hei -- jo!
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Wir sind schon der Mee -- re _ so vie -- le ge -- zo -- gen
und den -- noch sank uns -- re 
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2. Unser Schiff gleitet stolz durch die schäumenden Wellen.
Es strafft der Wind unsre Segel mit Macht.
Seht ihr hoch droben die Fahne sich wenden,
die blutrote Fahne, ihr Seeleut habt acht!
  Refrain: Heijo, heijo, heijo ...

3. Wir treiben die Beute mit fliegenden Segeln,
wir jagen sie weit auf das endlose Meer.
Wir stürzen auf Deck und wir kämpfen wie Löwen,
hei unser der Sieg, viel Feinde, viel Ehr!
  Refrain: Heijo, heijo, heijo ...

4. Ja, wir sind Piraten und fahren zu Meere
und fürchten nicht Tod und Teufel dazu!
Wir lachen der Feinde und aller Gefahren,
im Grunde des Meeres erst finden wir Ruh!
  Refrain: Heijo, heijo, heijo ...

Ursprung

Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen ist ein weit verbreitetes Lied zu vier Strophen, es wird der bündischen Jugendbewegung zugeordnet.

Geschichte

Der Verfasser des Textes und der Komponist der Melodie sind umstritten, das Lied stammt vermutlich aus der Zeit um 1933 und wurde erstmals in dem Liederheft Lieder des Bundes unter dem Titel Piratenlied veröffentlicht. Im Vorwort steht: Als Urheberangabe wird Landesmark Hessen, Horst Gießen genannt und im Vorwort wird erklärend ausgeführt: Unsere Lieder sind wohl von Einzelnen geschaffen, aber sie sind ohne die Gemeinschaft, in der diese standen, undenkbar. Deshalb haben wir mit Absicht keine Einzelnamen genannt, sondern nur die Gemeinschaft, aus der die Lieder hervorgingen.[1]

In dem Liederbuch der „Arbeitsmaiden“ von 1939, es wurde vom NS-Reichsarbeitsdienst herausgegeben, wird das Lied einem Wilhelm Volk zugeschrieben. Auch das Handbuch deutsche Musiker 1933–1945 schreibt es Wilhelm Volk zu. Dieser lebte von 1909 bis 1994 und war Musikpädagoge und Lehrer.[2] Volk war für die Zusammenstellung der Lieder des Bundes verantwortlich und hat wahrscheinlich auch das Vorwort verfasst. Der Ludwig Voggenreiter Verlag brachte 1939 die Lieder der Arbeitsmaiden heraus und betonte darin das Eigentumsrecht. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Wir lieben die Stürme nur vereinzelt in die Liederbücher aufgenommen. Eine größere Verbreitung erfuhr es in den 1950er Jahren auch durch die Mundorgel von 1953[3]. Verschiedene Interpreten veröffentlichten seither Tonträger mit dem Lied. Dem angeblichen Urheber Volk sind wohl nach 1945 keine Tantiemen zugeflossen. Das Lied Wir lieben die Stürme gilt als gemeinfrei.[1]

Rezeption

In der bündischen Jugendbewegung war die Sehnsucht nach gemeinsamem Erleben und Erfolg stark verbreitet. Die Mitglieder verherrlichten, um den Gemeinschaftssinn zu fördern, Landsknechte, Piraten, fahrende Völker usw. und deren Tun. „Unsere Fahne“ wird mehrfach besungen, mit Fahnen signalisierten die Mitglieder der bündischen Jugend die Zugehörigkeit zu einem verschworenen Kreis. Dies wird auch im Text des Liedes verinnerlicht. Der Refrain wurde häufig sehr lautstark gesungen und hatte so vermutlich Anteil an der starken Verbreitung des Liedes.

Literatur

  • Ulrich Hermann: „Mit uns zieht die neue Zeit …“ Der Wandervogel in der deutschen Jugendbewegung. Beltz Juventa, Weinheim/München 2006, ISBN 3-7799-1133-7.
  • R. J. Autenrieth: „Wogende Wellen, brausende Stürme …“ Drei Shanties für gemischten Chor. schmidmusic, Weil der Stadt 1989

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Tobias Widmaier: Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen (2012). In: Populäre und traditionelle Lieder. Historisch-kritisches Liederlexikon des Deutschen Volksliedarchivs
  2. Fred K. Prieberg: Handbuch deutsche Musiker 1933–1940 [CD-ROM]. Kopf, Kiel 2004, S. 7399–7401.
  3. Hinweis auf die Mundorgel 1953