Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen: Unterschied zwischen den Versionen

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Unsichtbar jedes Menschen Blick,
Unsichtbar jedes Menschen Blick,
Sind sie gegangen, wie gekommen,
Sind sie gegangen, wie gekommen,
Doch Gottes Segen blieb zurück!<ref name="Kletke" />
Doch Gottes Segen blieb zurück!
</poem>
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== Geschichte ==
[[Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen]] ist ein deutsches [[Weihnachtslied]]. Den Text zu diesem Lied verfasste der Lyriker Hermann Kletke vor 1841 unter dem Titel ''Weihnachtsspruch''.<ref name="Kletke" /><ref name="Weber-Kellermann 258" /><ref name="Lieder 857" /><ref name="Weihnachtslieder 60" /> Die Melodie ist schon einige Jahre zuvor in Meiningen in Thüringen auf den Text „Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten“, sowie in Sachsen auf den Text „Es blühen Rosen, es blühen Nelken“ überliefert, und wird auf die Zeit um 1830 datiert;<ref name="Liederquell" /> die genaue Entstehungszeit und der Komponist sind jedoch nicht überliefert.


== Inhalt ==
== Inhalt ==
Einer Entwicklung der Weihnachtslieder im frühen 19. Jahrhundert nach der Säkularisation folgend, wird der historische Inhalt des Weihnachtsfests, die Geburt Jesu, in dem Liedtext gar nicht erwähnt.<ref name="Blail 10" /> Stattdessen legt der Autor den Schwerpunkt auf die Beschreibung der Stimmung bei der Feier des Weihnachtsfests zu seiner Zeit. Um den festlich geschmückten und mit Kerzen erleuchteten [[Weihnachtsbaum]] herum ist die ganze Familie versammelt, jung und alt. Unsichtbar und unhörbar bringen zwei Engel „den guten Menschen, die sich lieben,“ Gottes Segen.
Typisch für Weihnachtslieder des frühen 19. Jhd. ist, dass der historische Hintergrund von Weihnachten (Geburt Jesus) unerwähnt bleibt, und stattdessen eine Stimmung umschrieben wird. Hier wird der zur Entstehungszeit des Liedes noch recht junge Brauch des Weihnachtsbaumes beschrieben. Nur begüterte Familien konnten sich einen solchen Baum leisten.
 
Dem Weihnachtsbaum war 1824, also 17 Jahre vor der Entstehung dieses Liedes, mit ''[[O Tannenbaum]]'' zum ersten Mal ein Weihnachtslied gewidmet worden.<ref name="Lieder 857" /><ref name="Weihnachtslieder 62" /> Dort wie hier wird der Baum als Symbol der Hoffnung bezeichnet. Während sich ''O Tannenbaum'' aber auf die immergrünen „Blätter“ des Weihnachtsbaums bezieht, besingt ''Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen'' den geschmückte Baum im Lichterglanz. Die Gewohnheit des mit Kerzen erleuchteten Weihnachtsbaums war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als das Lied entstand, noch nicht weit verbreitet,<ref name="Weber-Kellermann 258" /><ref name="Weihnachtslieder 60" /> und nur begüterte Familien konnten sich einen solchen Baum leisten.
 
== Varianten ==
Um die Überbindung zweier Noten auf einer Silbe wie z.B. „-baum“, „wollt“, „steh'n“ usw. zu vermeiden, werden diese in manchen Versionen durch zwei Silben ersetzt, z.B. „-baume“, „wollt ihr“, „stehen“ usw.
 
== Literatur ==
*{{Literatur | Autor= | Herausgeber=[[Ernst Klusen]] | Titel=Deutsche Lieder | Auflage=2. | Verlag=Insel Verlag | Ort=Frankfurt am  Main | Jahr=1981 | ISBN=3-458-04827-8 |Seiten=815, 857 }}
*{{Literatur | Autor=[[Ingeborg Weber-Kellermann]] | Titel=Das Buch der Weihnachtslieder | TitelErg=151 deutsche Advents- und Weihnachtslieder | Auflage=12. | Verlag=Schott | Ort=Mainz | Jahr=2008 | ISBN=978-3-254-08213-8 | Seiten=257&nbsp;f}}
*{{Literatur | Autor= | Herausgeber= | Titel=Wir singen die schönsten Weihnachtslieder | Auflage= | Verlag=Herder | Ort=Freiburg im Breisgau | Jahr=2008 | ISBN=978-3-451-30097-4 |Seiten=20, 60}}


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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*{{wikipedia|Am_Weihnachtsbaum_die_Lichter_brennen|Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen}}
*{{wikipedia|Am_Weihnachtsbaum_die_Lichter_brennen|Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen}}




[[Kategorie:Weihnachtslieder]]
[[Kategorie:Weihnachtslieder]]

Version vom 28. November 2018, 15:10 Uhr

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Datei:AmWeihnachtsbaumdieLichterbrennen.jpg

Text Hermann Kletke (vor 1841)
Melodie anon. (aus Thüringen um 1830)
Urheberrecht
PD: Der Autor ist vor über 70 Jahren verstorben. Daher bestehen keine Urheberrechtsansprüche mehr an diesem Werk.

Liederbücher
Codex x
Bulibu I x
Bulibu II x
Liederbock x
Das Ding x -y

Ebersberger Liedersammlung


\relative c' { \key c \major \time 3/4 \partial 4. \autoBeamOff \tempo 4 = 68
             c8 c e | g4( e8) g c a | g4 e8 g a g |
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}
\addlyrics {
             Am Weih -- nachts -- baum die Lich -- ter bren -- nen,
             wie glänzt er fest -- lich, lieb und mild,
             als spräch’ er: wollt in mir er -- ken -- nen
             ge -- treu -- er Hoff -- nung still -- es Bild.
}


Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
Wie glänzt er festlich, lieb und mild,
Als spräch’ er: wollt in mir erkennen
Getreuer Hoffnung stilles Bild.

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
Das Auge lacht, es lacht das Herz;
O fröhlich’, seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
Kein Auge hat sie kommen sehn,
Sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
Und wenden wieder sich und gehn:

„Gesegnet seid ihr alten Leute,
Gesegnet sei du kleine Schaar!
Wir bringen Gottes Segen heute
Dem braunen, wie dem weißen Haar!

Zu guten Menschen, die sich lieben,
Schickt uns der Herr als Boten aus,
Und seid Ihr treu und fromm geblieben,
Wir treten wieder in dies Haus!“ –

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
Unsichtbar jedes Menschen Blick,
Sind sie gegangen, wie gekommen,
Doch Gottes Segen blieb zurück!


Inhalt

Typisch für Weihnachtslieder des frühen 19. Jhd. ist, dass der historische Hintergrund von Weihnachten (Geburt Jesus) unerwähnt bleibt, und stattdessen eine Stimmung umschrieben wird. Hier wird der zur Entstehungszeit des Liedes noch recht junge Brauch des Weihnachtsbaumes beschrieben. Nur begüterte Familien konnten sich einen solchen Baum leisten.

Weblinks