Die Ausrüstung

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Alles in allem trage ich 40 kg an Ausrüstung und Kleidung mit mir herum. Und da ist das Fahrrad mit seinen 20 kg und der Fotokoffer mit 5 kg bereits mitgerechnet. Die restlichen 15 kg verteilen sich auf Bekleidung, Schlafsack, Isomatte, Zelt, Küchenutensilien, Werkzeug, Lebensmittel und Wasser.

Zum Anziehen und wechseln habe ich nur das absolut nötige dabei. Das wird sich noch rächen, denn zum einen verschleißen Kleider und Schuhe auf der vor mir liegenden Reise ziemlich schnell und ich habe unterschätzt, wie kalt es selbst noch in Griechenland werden kann, wenn bereits die Kirschen blühen und mir mangels Handschuhen fast die Finger abfrieren.

Wenn ich alles, was ich dabei habe übereinander anziehe, um mich vor Regen und Kälte zu schützen, bin ich wahrscheinlich schwerlich von einem Obdachlosen zu unterscheiden.

Mein größtes Packstück ist ein Zelt für 2 Personen von VauDe. Es ist nicht das neueste und hat schon paar Reisen, Kanufahrten und Wanderungen hinter sich. Ebenso geht es dem Daunenschlafsack. Der ist wenigstens warm genug, auch für die kalten Momente der Reise, aber auch schon ein wenig in die Jahre gekommen und innen noch mit Baumwolle ausgeschlagen, die langsam speckig und brüchig wird.

Für die Küche habe ich einen klassischen Kartuschenkocher dabei, der in ein kleines Topfset passt. Die passenden Gaskartuschen kann ich auf der kompletten Strecke einkaufen. Dazu ein Teller und eine Tasse aus Emaille und etwas Besteck.

Für das Fahrradwerkzeug habe ich das nötige Kleinwerkzeug dabei, zusätzlich die passenden Abzieher. Kleine Reparaturen kann ich unterwegs am Straßenrand erledigen. Für manches benötige ich die Hilfe von Werkstätten oder Menschen mit den passenden Schraubenschlüsseln.

Lebensmittel, davon gehe ich davon aus, lassen sich auf meiner Route etwas Abseits der Hauptverbindungen überall einkaufen, so habe ich keine großen Vorräte, sondern nur das, was ich für ein, zwei Tage benötige dabei.

Auch beim Wasser verlasse ich mich darauf , immer wieder sauberes Trinkwasser nachfüllen zu können, wenn ich es benötige.

Dazu kommen ein paar Reisführer, eine Landkarte, die das ganze östliche Mittelmeer abdeckt, ein noch leeres Reisetagebuch, Geld und Papiere. Über solche Dinge, wie ein mobiles Telefon oder ähnliches macht sich 1992 noch niemand wirklich Gedanken machen.

Alles zusammen ist verpackt in zwei Satteltaschen, das Zelt darüber und die Fotoausrüstung vorne am Lenker. Zur Sicherheit habe ich noch einen großen Rucksack klein verpackt, in dem ich das Innengestänge aus dem Rücken nehme. Wer weiß denn, wie lange das Fahrrad und ich durchhalten und so kann ich zur Not auf andere Transportmittel umsteigen und später in Israel und Ägypten wandern gehen.