Lehmofen

Aus Jurtenland-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Anleitungen und Beschreibungen zu Lehmofen gibt es reichlich im Internet und diversen Büchern. Den meisten Projekten gemein ist, dass der Lehmofen recht aufwenig konstruiert ist und auf Dauer stehen bleiben soll. Im Zeltlager sind solche Öfen jedoch nur für wenige Tage gedacht. Sie sollten schnell und mit einfachen Mittel zu bauen sein und so dass sie auch nach kurzer Zeit wieder rückstandsfrei entfernt werden können.

Für die Planung ist es wichtig, zu wissen, was in dem Lehmofen passieren soll. Zum Beispiel:

  • Soll Brot in dem Ofen gebacken werden?
  • Soll kleines Gebäck im Ofen gebacken werden?
  • Sollen viele Pizzas oder Flammkuchen nacheinander gebacken werden?

Daraus resultieren dann Fragen wie:

  • Wie groß soll der Ofen sein?
  • Wird der Ofen einmal befeuert und muss dann die Hitze über längere Zeit halten
  • Kann der Ofen stetig während dem Backen befeuert werden?

Um einen einfachen Ofen fürs Zeltlager zu bauen leben wir hier einfach mit entsprechenden Kompromissen.

  • Der Ofen sollte ausreichend groß sein, um darin eine kleine Pizza (ca. 25 cm) zu backen. Wenn mehrere Pizzen aufeinander folgen sollen, dann braucht es Raum im Ofen, um ständig ein Feuer zu unterhalten.
  • Der Ofen sollte recht flach gebaut sein, dies verbessert die Oberhitze bei Pizza, Flammkuchen und Co. Für Bauernbrote ist der Ofen dann eher ungeeignet.
  • Der Ofen sollte etwas Speichermasse besitzen, aber aufgrund der Materialmengen braucht dies nicht besonders üppig zu sein.
  • Der Ofen wird vorwiegend aus lehmiger Erde gebaut. Reiner Lehm ist nicht erforderlich.
  • Weitere Materialien, wie Stein, Bleche, Eisenstangen, Ofenrohre, Drahtgitter usw. erleichtern einen funktionellen, schnellen Bau
  • Der Ofen erhält keine Trocknungszeit, sondern wird sofort befeuert. Dadurch wird der Ofen rissig, was jedoch provisorisch ausgebessert werden kann, sollten die Risse zu umfangreich werden.
Ein einfacher Lehmofen auf einem Lagertisch